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Sauberkeit schützt: Hygiene in Schulen und Kitas

Bild: Kärcher

Nicht nur in Zeiten einer Pandemie, sondern generell gelten Kindertagesstätten und oft auch Schulen als Orte, die der Verbreitung von Krankheitserregern Vorschub leisten.

Der Ausbreitung von Viren und Bakterien kann wirksam begegnet werden, wenn für die jeweilige Einrichtung ein passendes Hygienekonzept erarbeitet wird. Es beinhaltet viele Faktoren, von der Lüftung der Räumlichkeiten über die Verkleinerung von Gruppen bis hin zum Einhalten von Abstands- oder Maskenregeln. Ein weiterer, wesentlicher Faktor ist die Einführung effektiver Reinigungsabläufe – denn Sauberkeit kann vor Krankheit schützen, wenn an den relevanten Punkten angesetzt wird.


Schritt 1: Zeit nehmen für eine Risikoanalyse

SARS-CoV-2 ist der Krankheitserreger, der aktuell alle Betreuungs- und Bildungseinrichtungen für Kinder und Jugendliche vor ungeahnte Herausforderungen stellt – doch das Thema Hygiene hat nicht erst seit Corona einen hohen Stellenwert. Befindet man sich in der besonderen Situation, eine Einrichtung nach einer infektionsschutzbedingten Schliessung wieder zu eröffnen, so bietet sich die Durchführung einer Risikoanalyse für alle Räumlichkeiten an. Wie lässt sich eine Keimverbreitung durch Kinder und Erwachsene verhindern, wo sind Schwachpunkte, welche Reinigungsmassnahmen stellen Sauberkeit und Hygiene sicher? Kann bei Kapazitätsengpässen auf optische Aspekte wie die Beseitigung von Sand auf dem Boden oder Staub auf dem Schrank verzichtet werden, um hygienerelevante Arbeiten zu erledigen?  


Sind auf diese Fragen stimmige Antworten gefunden und in ein Hygienekonzept gegossen, so sollte man den Reinigungskräften die neuen Aufgaben detailliert erläutern. Nur so können sie zuverlässig erledigt werden. Unterstützend lassen sich die Arbeitsschritte pro Raum visuell und somit sprachneutral darstellen. Beispielsweise kann in einer 2D- oder 3D-Skizze farblich markiert werden, wo desinfizierend gereinigt, und wo staubbindend bzw. nass gewischt werden muss. Werden solche Arbeitsleitfäden gut sichtbar im jeweiligen Zimmer aufgehängt, so hat die Reinigungskraft Klarheit über ihre Aufgaben, und gegenüber Angestellten und Eltern lässt sich Vertrauen schaffen.   


Schritt 2: Hygienekonzept gewissenhaft umsetzen

Auch wenn die Massnahmen auf die jeweiligen Räumlichkeiten abgestimmt sein müssen, gibt es einige Aspekte, die überall zu berücksichtigen sind. Eine gründliche Reinigung mit den passenden Methoden und Maschinen senkt das Risiko einer Verbreitung von Viren um über 90 Prozent. Vor der Wiedereröffnung sollte daher eine vollflächige Reinigung der gesamten Einrichtung stattfinden. Dabei ist auf jedes Detail zu achten. Beispielsweise sind alle Wasserhähne und Abläufe zu spülen, damit stehendes Wasser kein Infektionsrisiko birgt.  

Nach der Eröffnung geht es darum, im laufenden Betrieb die definierten Reinigungsmassnahmen in einem geeigneten Turnus umzusetzen. Im konkreten Fall einer Pandemie spielen Oberflächen mit häufigem Hand-/Hautkontakt eine wichtigere Rolle als im normalen Alltag. In Einrichtungen, die kleine Kinder betreuen, werden Gegenstände nicht nur mit den Händen, sondern häufig auch mit dem Mund berührt. Es empfiehlt sich also, Lichtschalter, Türklinken, Tische, Gruppengarderoben, für Kinder erreichbare Fenster, Spielsachen und andere relevante Oberflächen mindestens einmal täglich desinfizierend zu reinigen. Speziell bei Kleinkindern sollten Produkte verwendet werden, die keine Rückstände auf den Oberflächen hinterlassen – Alkohol beispielsweise trocknet rückstandsfrei auf, Peroxid verfällt. In Schulen gilt es, die Bereiche für Erwachsene nicht zu vergessen – beispielsweise die Kaffeeküche mit häufig berührten Bedienelementen von Kaffeemaschine, Kühlschrank oder Spülmaschine. Am besten setzt man für die manuelle Oberflächenreinigung Mikrofasertücher sowie Sprühflaschen mit Desinfektionsreiniger ein.  

Zur täglichen Trockenreinigung von Böden eignen sich Staubsauger, die über einen HEPA-Filter verfügen und somit Mikroorganismen aufnehmen und zurückhalten können. Manuell kann staubbindend gewischt werden, um lose Verschmutzungen vom Boden aufzunehmen. Für die wöchentliche Nassreinigung sollte in einer akuten Bedrohung durch Krankheitserreger keinesfalls mit der Eimermethode gearbeitet werden, da das Risiko einer Keimverschleppung dabei besonders hoch ist. Stattdessen können Wischbezüge aus Mikrofaser genutzt werden, die je nach Grösse der Fläche bereits mit Desinfektionsreiniger oder Reinigungsmittel vorimprägniert wurden. Pro Raum wird ein Tuch verwendet, um auch bei der Bodenreinigung das Risiko einer Keimverschleppung zu minimieren. Grosse Flächen, beispielsweise Turnhallen, Mensen oder lange Flure in grossen Schulen, können effizient und für den Anwender komfortabel mit Scheuersaugmaschinen bearbeitet werden. Sie saugen die Schmutzflotte gleich auf und sind somit besonders hygienisch.  


Schritt 3: Kontrollieren und verbessern

Auch eine kleine Kindertagesstätte kann ein einfaches Qualitätsmanagement etablieren, um die Wirksamkeit des Hygienekonzepts zu kontrollieren. Eine unkomplizierte Massnahme ist die Pflege eines Reinigungsprotokolls, das erfasst, wann welche Arbeiten erledigt wurden und welche Aufgaben gegebenenfalls nicht ausgeführt werden konnten. Zusätzlich kann überprüft werden, ob das Ziel der Reinigung erreicht wurde. Mit einem ATP-Test lässt sich beispielsweise feststellen, ob die Oberfläche dem gewünschten Hygienestandard entspricht. Der Test misst die Menge an Adenosintriphosphat, welches von Menschen, Tieren und anderen Lebewesen hinterlassen wird.   Stellt sich heraus, dass Oberflächen aufgrund von Zeitmangel nicht gründlich oder umfassend genug gereinigt werden können, so kann das Hygienekonzept optimiert werden. Die Böden in Spielzimmer und Turnhalle beispielsweise müssen zwingend gereinigt werden. Hingegen sind die Böden in den Sanitäreinrichtungen oder im Eingangsbereich nicht hygienekritisch, da sie nur mit Schuhen in Kontakt kommen. Fensterflächen, die berührt werden, desinfizierend zu reinigen, ist notwendig – die grossflächige Reinigung von Fenstern und Glasfronten am Gebäude hingegen duldet Aufschub. So lässt sich Schritt für Schritt im Alltag das Konzept an die tatsächlichen Gegebenheiten und Möglichkeiten anpassen, um Sauberkeit und Sicherheit für alle zu schaffen.   

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