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World Cleanup Day 2022 

Aufräumaktion mitten in Zürich gegen Littering

Am Samstag, 17. September 2022, findet anlässlich des World Cleanup Days eine ganztägige Aufräumaktion - am und im Zürichsee - statt. Kärcher AG spannt dabei mit den Partnern Schweizer Meeresschutzorganisation OceanCare, Tauchclub Käser (TSK), Trash Hero World und über 200 Freiwilligen zusammen. Mitten in Zürich sammeln sie Abfall ein und leisten damit einen aktiven Beitrag für eine saubere Umwelt.

Die Aufräumaktion am Samstag, 17. September 2022 wird von Kärcher AG, OceanCare, TSK und Trash Hero World organisiert. Treffpunkt ist um 11 Uhr an der Seepromenade, neben der Badeanstalt Utoquai.

Gemeinsam mit über 200 Freiwilligen sammeln die Organisatoren auch dieses Jahr am und im See Abfall, der anschliessend sortiert und fachgerecht entsorgt wird. Damit wird ein klares Zeichen gegen Littering und für ein sauberes Zürich gesetzt. Wer mit anpacken und einen Beitrag zu einer gesunden Umwelt leisten möchte, ist herzlich willkommen.

Weitere Infos: https://www.oceancare.org/de/aktuell/veranstaltungen/

Bereits 2019 und 2020 wurde am World Cleanup Day neben der Badi Utoquai aufgeräumt: Gefunden wurden hauptsächlich Alu-Dosen und Plastikflaschen, aber auch Fahrräder, E-Roller, Einkaufswagen und Autobatterien. Dazu kiloweise Zigarettenkippen, die unsere Böden und Gewässer besonders stark belasten. Eine Kippe enthält gemäss WHO (2017) bis zu 7000 hochgiftige Chemikalien. Auch andere Kunststoffpartikel sind ein grosses Problem und längst in allen Schweizer Gewässern nachweisbar. Gemäss Swiss Litter Report (2018) landen jährlich 120 bis 150 Tonnen Plastik an unseren See- und Flussufern. Littering verursacht der Schweiz jährliche Kosten von rund 200 Millionen Franken (BAFU).

Vergangene Cleanups haben gezeigt, dass der grösste Teil des Abfalls im See landet und damit auch unsere Trinkwasserquelle verschmutzt. Auch dieses Jahr wird darum nicht nur an Land, sondern auch im Wasser aufgeräumt: «Wir lieben und leben das Tauchen in der Schweiz und sind täglich im Wasser und beteiligen uns aktiv an Cleanups. Wir haben unsere Tauchlehrer zu Dive-Against-Debris-Instruktoren ausgebildet, damit sie ihren Schülern beibringen können, wie sie Müll aus dem See bergen und fachgerecht entsorgen können», sagt André Fahrni, CEO der Tauchschule TSK. 

«Im Rekordsommer dieses Jahr war das Litteringproblem augenfällig – wir erwarten viel Arbeit, gerade unter Wasser und überall dort, wo die Reinigungsmaschinen nicht hingelangen. Aufräumaktionen sind wichtig. Sie sollen wachrütteln und sensibilisieren und tragen dazu bei, aus der Umwelt zu entfernen, was ihr schadet. Will man das Abfall-Problem aber an der Wurzel packen, gibt es nur eine Lösung: Wir alle sind aufgerufen, unser Konsumverhalten zu überdenken, weniger Plastik zu verbrauchen und deutlich weniger Abfall zu produzieren, als wir es heute tun», so Fabienne McLellan, Geschäftsführerin von OceanCare.

«Darüber hinaus wollen wir als produzierender Industriebetrieb ein aktives Zeichen für die Wirtschaft setzen: Wir möchten Unternehmen aus den verschiedensten Branchen auffordern und ermutigen, aktiv und bewusst im Thema Nachhaltigkeit Verantwortung zu übernehmen – gegenüber Kunden, Mitarbeitern, dem Unternehmen und der Umwelt. Es sind die kleinen Dinge, die kontinuierlich und konsequent umgesetzt einen grossen Unterschied machen», sagt Marcel Sutter, Marketing Director von Kärcher AG.

Die Schweiz gilt in Sachen Recycling und Abfallmanagement als Musterland. Die Realität sieht leider anders aus: Pro Jahr und Person fällt bei uns rund dreimal mehr Plastikabfall an als im europäischen Durchschnitt. Der grösste Teil des Mülls wird in der Schweiz nach wie vor verbrannt. Dabei entsteht pro 1000 kg Abfall rund 170 kg hochgiftiger Sondermüll, der eingelagert werden muss (Zürcher Abfallverwertung, 2018). Um die Situation nachhaltig zu verbessern, braucht es nebst der Verhaltensänderung auch Gesetze und Regelungen, um die Plastikproduzenten und Detaillisten in Sachen Einwegplastik in die Pflicht zu nehmen. Die Schweiz hat hier im Vergleich zur Europäischen Union Aufholbedarf.

Abfall und Plastikverbrauch in der Schweiz

(Quellen: BAFU 2017/2020, Zürcher Abfallverwertung 2018)

  • Plastikabfall, der jährlich in Böden und Gewässern landet: 14'000 Tonnen
  • Siedlungsabfälle in der Schweiz (pro Person/Jahr: 703 kg
  • Plastikverbrauch in der Schweiz (pro Person/Jahr): 125 kg
  • Plastikverbrauch im Kanton Zürich (pro Jahr): 190’121 Tonnen
  • Plastikverbrauch in der Stadt Zürich (pro Jahr): 51’920 Tonnen

 

World Cleanup Day

Was 2008 mit einer Einzelaktion in Estland begann, hat sich zu einer weltweiten Bewegung entwickelt. Am 17. September 2022 finden in 180 Ländern Aufräumaktionen statt.